Blog-Kategorien

Lizenzen


Creative Commons License
Alle Lieder, Soundseeings, Fotos und Texte hier stehen, sofern nicht anders angegeben, unter einer
Creative Commons Lizenz
(für Details hier klicken!)
.

Handyfotos

Vor ein paar Jahren, als ich mit dem Fotografieren angefangen habe, hätte ich es nicht für möglich gehalten, einmal einen positiven Artikel mit dieser Überschrift zu schreiben. Seit Kameras zur Standardausstattung von Mobiltelefonen gehören knipst die ganze Welt wie wild alles, was sich einigermaßen auf den kleinen Sensor quetschen lässt. Ich dagegen habe mich immer mit den “besseren” Kameras vergnügt, zuerst ein paar digitale Kompaktkameras und zuletzt eben meine (immer noch geliebte) D80. In den letzten Jahren besaß ich natürlich auch ein paar Handykameras, die ich aber immer links liegen ließ, oder noch schlimmer: Ich blickte fast mit Verachtung auf diese “minderwertige Knipserei” herab. Natürlich widerspricht das dem Grundsatz, dass der Fotograf und nicht die Kamera die Fotos macht, aber ich konnte einfach nichts damit anfangen. Auch als ich vor ca. 2 Jahren mir mein erstes iPhone kaufte, änderte sich meine Meinung nicht. – Gut, die iPhonekamera war auch nicht gerade die Beste :)

Brücke

Brücke

Doch in den letzten Wochen (bzw. Monaten) hat sich meine Meinung ziemlich extrem geändert. Zum einen erschienen immer mehr und immer bessere Apps für das iPhone, mit denen direkt am Gerät die Fotos bearbeitet werden können und außerdem bin ich seit ein paar Wochen stolzer Besitzer eines iPhone 3GS. Gut, das klingt jetzt vielleicht doch etwas zu euphorisch. Die Kamera im 3GS ist mit ihren 3 Megapixeln jetzt auch nicht der Überflieger und von so einer Minioptik vor einem Minisensor kann man natürlich auch keine 1A-Fotos erwarten. Aber das spielt seltsamerweise keine große Rolle mehr. Viel wichtiger ist für mich im Moment die Möglichkeit, sofort an Ort und Stelle ein (in meinen Augen) fertiges Foto zu erhalten. Ich meine, früher legte man einen Film in seine Kamera, fotografierte diesen voll, gab ihn ab, und nach einiger Zeit hatte man die fertigen Fotos in der Hand (diese Zeit ging übrigens fast fotofrei an mir vorüber). Danach begann das Zeitalter der digitalen Fotografie. Man fotografierte, setzte sich zuhause an den Rechner, bearbeitete evtl. die Fotos und hatte so schon relativ schnell die fertigen Bilder vor Augen. Das war die Zeit, als ich mich mehr für die Fotografie zu interessieren begann. Ich hatte (und habe) die Möglichkeit, viel schneller zu lernen und meine Fotos zu optimieren. Sowohl in der Bearbeitung, als auch das Fotografieren selbst.

Waiting

Waiting

Und jetzt? Jetzt gehe ich raus, sehe ein Motiv, hole mein iPhone (das eh immer dabei ist) aus der Tasche, drücke ab, und kann jetzt sofort – und während ich noch in dieser Stimmung uns Szenerie bin – das Foto bearbeiten, an meine Vorstellungen anpassen und innerhalb von ein paar Minuten ist das Foto fertig und wird in die große Welt des Internets entlassen. Das gibt den Fotos meiner Meinung nach einen ganz besonderen Reiz, da es nicht mehr diesen (auszugleichenden?) Unterschied zwischen der Stimmung am Aufnahmeort und der Stimmung bei der Bearbeitung gibt. Natürlich ist es am kleinen Bildschirm nicht ganz so einfach, das Foto in seiner Wirkung einzuschätzen und eine etwas höhere Auflösung der Bilder wäre auch nicht schlecht, aber ich finde die Qualität der Fotos ehrlich gesagt ausreichend, um nicht nur von einer Spielerei zu sprechen. Und außerdem bewahrheitet sich hier wieder die Aussage von Chase Jarvis der sagt, dass die beste Kamera die ist, die man eben gerade dabei hat.

Ruhe am See

Ruhe am See

Mein aktueller Workflow sieht so aus, dass ich die Fotos meistens mit der mitgelieferten Kamera-App mache, damit die Originalfotos auf jeden Fall gespeichert werden. Danach landen viele Fotos in “Perfect Photo” (iTunes-Link), werden “begradigt” und evtl. zur Optimierung der Komposition etwas beschnitten. Je nach Bedarf lässt sich hier auch noch etwas am Histogramm schrauben oder noch weitere Bearbeitungen durchführen (was ich z.Zt. aber nicht oft mache). Die nächste Station für die Fotos heißt dann im Moment meistens “Best Camera” (iTunes-Link). Die noch relativ junge App bietet einige Filter an, die sich in sämtlichen Kombination über die Fotos legen lassen. Ich muss zugeben, dass ich mir Einstellmöglichkeiten für die einzelnen Filter wünschen würde, aber auch mit den aktuell starren Filtern lassen sich sehr gute Ergebnisse erzielen.

IMG_0568

Starnberger See I

Um nicht zu technisch zu werden, möchte ich jetzt nicht viel mehr über bestimmte Apps schreiben. Ich habe in letzter Zeit viele getestet und werde in Zukunft auch noch einige auf meinem iPhone installieren. Der oben beschriebene Workflow wird sich aufgrund der vielen neuen Apps und der für mich noch neuen Möglichkeiten sehr schnell und noch sehr oft ändern. Wer noch nähere Fragen zu bestimmten Fotoapps hat, kann diese mir gerne stellen. Vielleicht kann ich ja etwas dazu sagen. Außerdem bin ich auch über jeden Tipp dankbar, falls jemand eine gute App für Fotos kennt :)

Als Kanal für meine iPhone-Fotos habe ich mich übrigens  mehr oder weniger für Posterous entschieden. Wer sich also für die Fotos interessiert, kann gerne in meiner iPhonegallery vorbeischauen.

Starnberger See II

Starnberger See II

Starnberger See III

Starnberger See III

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook

3 comments to Handyfotos

  • Schöner Artikel. Mir geht es eigentlich ähnlich. Hauptsächlich will ich ja nur Landschaften machen, aber das geht halt nicht immer, oder eigentlich nur selten. Seit dem 3gs bin ich auch immer mit der Kamera dabei und teste genau wie Du jede Menge (eigentlich zuviele) Apps ;-)

    Das BestCamera gefällt mir auch ok, irgendwie fehlt mir da aber die Flexibilität. Aber das kann auch mein Problem sein.

    Lustig ist auch, das ich gerade neulich dachte einen ähnlichen Artikel zu schreiben…. na dann warte ich vielleicht noch ‘ne weile :-)

    Ciao.

    • Hallo Sven,

      freut mich, dass Dir der Artikel gefällt :)
      Mit Best Camera geht es mir auch so. Würde mir viel besser gefallen, wenn jeder Filter noch ein paar Parameter zum Einstellen hätte. Aber vielleicht kommt das ja noch. Hoffen wir’s :)

Leave a Reply

 

 

 

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>