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  • 5 Fragen an…

    30. Juni 2009

    …mich. “Was ist denn das jetzt schon wieder?” wird sich vielleicht der eine oder andere Leser denken. Nun, es handelt sich dabei um ein “Stöckchen”, welches mir der Sven aus Finnland zugeworfen hat. Zuerst dachte ich mir auch, was das denn sei, aber es sieht mal ganz interessant aus und ich mache gerne mit, zumal es auch eine gute Gelegenheit ist, hier mal wieder etwas zu bloggen ;)

    Gut, dann lege ich mal los:

    1. Mit welcher Kamera würdest Du bis ans Ende Deiner Tage fotografieren?

    Oh je. Das geht ja schon mit einer schweren Frage los :)
    Bis ans Ende meiner Tage? Naja, wer weiß, wann dieses Ende erreicht ist? Da die technischen Weiterentwicklungen immer schneller stattfinden glaube ich nicht, dass ich jetzt eine Kamera finde, mit der ich bis ans Ende meiner Tage fotografiere. Andererseits kann ich mir jetzt auch vorstellen, falls das die Technik mitmachen würde, mit meiner aktuellen D80 bis in alle Ewigkeit zu fotografieren. Im Grunde ist das eine solide Kamera, die das macht, was ich will. Über neue Objektive können wir dann ja immer noch reden, oder ;) Ich meine, was will ich mehr? Die D80 macht technisch gute Fotos. Einen schnelleren Serienbildmodus brauche ich (im Moment) nicht und für die Bildgestaltung bin eh ich hinter der Kamera zuständig.

    Aber machen wir uns nichts vor. Irgendwann wird bestimmt die Anschaffung einer neuen Kamera anstehen. Welche das sein wird, weiß ich nicht. Aber vermutlich vergeht bis dahin noch relativ viel Zeit und wahrscheinlich ist dort dann ein Vollformatsensor drin. Das beantwortet jetzt zwar die erste Frage nicht so richtig, aber ich belasse es mal dabei :)

    2. Zeige uns Deine Lieblingsfotos und erkläre warum Du sie magst.

    Tja, Lieblingsfotos. Im Grunde sind alle aktuellen Fotos, die ich in’s Internet lade, meine Lieblingsfotos. Aber ich picke mal ein paar heraus.

    Ich beginne mit einem Foto, das im letzten Winter entstanden ist. Wir waren für einen Tag in der Nähe von Füssen und es zeigte sich wieder einmal, dass es sich für mich lohnt, immer die Kamera dabei zu haben. Denn eigentlich war es nicht meine Absicht, an diesem Tag Fotos zu machen. Aber als ich dieses Motiv sah, war ich froh um meinen kleinen gefüllten Fotorucksack :)

    Ich mag an diesem Foto besonders die Ruhe und die Stille, die es für mich ausstrahlt. Viel mehr kann ich dazu jetzt auch nicht sagen und lasse lieber das Foto wirken…

    Das nächste Foto ist an einem Tag entstanden, an dem ich eigentlich Fotos machen wollte, aber dann erst mal so gar nicht in Fotostimmung gekommen bin. Als ich dann aber ein paar Minuten vor diesem Wald stand kam dieses Motiv plötzlich auf mich zugesprungen. Ich war von der etwas unheimlichen Atmosphäre ergriffen, wechselte vom Weitwinkel auf die 50mm Festbrennweite und… klick ;)

    confusions

    An diesem Foto mag ich natürlich (ihr habt es sicher schon erraten) die unheimliche Atmosphäre ;) Aber ich bin auch ein bisschen stolz darauf, dass mir dieses Foto gelungen ist. Ich habe schon oft versucht, Wald zu fotografieren, kam aber nie mit den vielen Details auf den Fotos zurecht. Durch die vielen Blätter, Äste usw. ist es mir bis dahin nie gelungen, ein Waldfoto mit einer guten Atmosphäre zu erschaffen. Doch an diesem Tag hat es einfach gepasst.

    Ja, ich könnte jetzt noch mehr Fotos hier vorstellen, aber ich belasse es bei den beiden. Sehr gut beschreiben, warum ich die Fotos mag, kann ich eh nicht. Es muss einfach das Gefühl dabei passen.

    3. Welchen Tipp gibst du jemanden, der gerade anfängt zu fotografieren?

    Mit Tipps ist das immer so eine Sache. Man kann sicher haufenweise Tipps geben aber im Prinzip muss jeder selbst für sich herausfinden, was ihm am besten liegt. Aber um den Weg dorthin zu finden vielleicht ein paar Tipps:

    Ich denke, dass es wichtig ist, seine Kamera gut zu kennen und sie ohne viel Überlegen bedienen zu können. Denn nur wenn man sich nicht ständig mit technischen Fragen auseinandersetzen muss kann man sich auf die kreativen und gestalterischen Aspekte konzentrieren. Deshalb ist es meiner Meinung nach hilfreich, vor allem in der Anfangszeit viel zu fotografieren und zu experimentieren. So findet man vielleicht auch gleich eine fotografische Richtung die einem liegt und lernt außerdem seine Kamera besser kennen.

    Ich finde es auch immer sehr inspirierend, mir Fotos von Anderen anzusehen. Dabei gehe ich jetzt weniger analytisch vor und überlege mir, wie das Foto wohl entstanden sein mag, sondern lasse die Fotos einfach auf mich wirken. Welche Emotionen ruft das Foto in mir hervor? Wie geht es mir dabei?

    Ich denke, dass mit der Zeit jeder seinen eigenen Weg findet. Manche haben die Kamera immer dabei, andere nur, wenn sie explizit Fotografieren gehen. Manche ziehen nur mit Stativ los, andere fotografieren nur aus der Hand. Manche planen jedes Foto akribisch bis auf’s kleinste Detail, andere lassen die Fotos einfach auf sich zukommen. Und so weiter und so fort. Und jeder Weg hat seine Berechtigung und jeder Weg ist gut… man muss ihn nur finden.

    4. Wähle aus “Kätzchen, Baby, Sonnenuntergang oder Blumen”

    Also, da ich irgendwie meine Leidenschaft in der Landschaftsfotografie gefunden habe sage ich spontan: Sonnenuntergang. Und dabei fällt mir ein, dass so ein Sonnenuntergang auf einem Schwarz/Weiß-Foto doch mal ganz interessant wäre. Habe ich jetzt jedenfalls auch noch nie gemacht :)

    Ja, und zu den anderen Punkten: Naja, die kann man auch alle gut fotografieren. Blumenfotos habe ich vor einiger Zeit schon viele gemacht und die waren auch nicht schlecht. Nur im Moment liegt mir das nicht so. Zum Kätzchen fotografieren habe ich gerade viele Gelegenheiten, da wir 3 Babykatzen daheim haben. Und Fotos davon gibt’s auch schon hier. Ja, und das Thema Baby kommt noch ;) Und dann gibt’s bestimmt auch ganz viele Fotos :)

    Frage beantwortet? Ja, denke schon :)

    5. Wem sollten diese Fragen als nächstes gestellt werden?

    Diese 5 Fragen bekomm jetzt Monika Andrae, die ich auf Twitter kennenlernen durfte, die schöne Fotos macht und vor kurzem einen hörenswerten Podcast gestartet hat. Ich freue mich auf Deine Antworten :)

    Ein Thema, das mich seit langer Zeit immer wieder mal beschäftigt, sind die Lizenzbedingungen meiner Fotos (und was ich sonst noch so mache).

    Mein Wunsch war es immer, meine Werke möglichst frei zugänglich zu machen. Schon vor Jahren habe ich mich deshalb für eine der Creative Commons Lizenzen entschieden. Doch die Wahl der passendsten Lizenzart beschäftigt mich bis heute.

    Vor einiger Zeit habe ich ja alles auf die cc by-nc umgestellt, was mir sehr gut gefiel, da sie nicht viele Hindernisse in den Weg legt. Doch nach einem Mailwechsel mit Helmut Kaczmarek habe ich mir die Sache nochmal durch den Kopf gehen lassen. Die cc by-nc birgt nämlich das Risiko, dass Bearbeitungen der Werke plötzlich nicht mehr frei verfügbar sein müssen, was mir zuvor nicht ganz bewusst war. Denn eine bearbeitete Version muss ja nicht mehr unter cc stehen, was bedeutet, dass eine weitere Bearbeitung vollkommen losgelöst vom ursprünglichen Urheber existieren kann und unter vollem Urheberrecht des Bearbeiters steht. Um diesem Fall vorzubeugen stehen ab sofort alle meine Werke unter der

    cc by-nc-sa

    Demnach ist es natürlich weiterhin erlaubt:

    - meine Werke zu vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich zu machen
    - Abwandlungen bzw. Bearbeitungen des Inhaltes anzufertigen

    Diese beiden Bedingungen bleiben auch gleich:

    - Namensnennung. Das Werk muss mit meinem Namen (evtl. auch mit einem Link auf thomas-stark.net) als Urheber gekennzeichnet sein.
    - Keine kommerzielle Nutzung. Das Werk darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.

    Hinzu kommt dann nur noch diese Bedingung:

    - Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Wenn das Werk bearbeitet oder als Grundlage für einen anderen Inhalt verwendet wird, muss das neue Werk auch unter cc by-nc-sa oder einer vergleichbaren Lizenz stehen.

    Es ist mir bewusst, dass das neue Hindernisse bei der Verbreitung meiner Fotos schafft, aber beim genauen Betrachten ist das die freiere Lizenz. Durch den Zusatz “sa” werden meine Fotos, etc. nämlich immer unter einer cc-Lizenz bleiben und somit allen zur Verfügung stehen.

    Ende der Durchsage :)

    Neue Perspektiven

    4. Januar 2009

    Lange Zeit war ich immer sehr begeistert, wenn ich mir mal das Sigma 10-20mm von meinem Bruder ausleihen durfte. Die Einsatzmöglichkeiten in der Landschaftsfotografie waren einfach genial. Doch die Zeiten sind vorbei. Seit ca. einer Woche darf ich nämlich selbst ein 10-20mm mein Eigen nennen. Seitdem ist meine D80 fast dauerhaft damit bestückt.

    ice

    Dieses Foto entstand bei meiner ersten kleinen Fotorunde mit der neuen Optik am Autobahnsee. Der See war fast komplett mit dünnem Eis bedeckt, was mit der tief stehenden Sonne nette Reflexionen auf der Oberfläche hervorbrachte.

    Letzten Freitag war ich dann kurz nach Sonnenaufgang alleine an den Baggerseen bei Mühlhausen unterwegs. Eigentlich wollte ich nur kurz dort vorbeischauen, bin aber dann doch über eine Stunde lang bei ca. -5 Grad langsam um den See gewandert. Durch die (schon etwas dickere) Eisfläche und die langsam erwachende Natur entstand eine unglaubliche Atmosphäre, die mich total begeisterte. Es war eine der besten und entspannendsten Fototouren seit langer Zeit. An vielen Stellen ragten Gegenstände, Pflanzen und Äste aus dem Eis, die alle ein tolles Fotomotiv ergaben. Aus den insgesamt 50 mal, die ich an diesem Morgen abgedrückt habe, sind bisher 4 Fotos entstanden, von denen ich hier einmal 2 vorstellen möchte.

    whispering

    Dieses Foto entstand kurz nach meiner Ankunft, als es noch relativ duster war. Ich entschied mich für ISO400, als Kompromiss zwischen Rauschen und Verwacklungsgefahr und habe die Belichtungskorrektur meiner Kamera auf -1 gestellt, um die dustere Lichtstimmung mit auf das Foto zu bringen.

    Beim folgenden Foto nutzte ich die Tatsache, dass das Wasser hier nicht sehr tief war, um mich etwas weiter auf das Eis zu wagen und damit näher an der festgefrorenen Stange zu sein. Dort habe ich dann einige Blickwinkel und Kompositionen getestet, um zum gewünschten Ergebnis zu gelangen. Zuhause habe ich dann mit verschiedenen Farb- und Schwarz/Weiß-Versionen experimentiert und mich dann wieder einmal für s/w entschieden, weil es einfach die Atmosphäre besser transportieren kann.

    festgefroren

    Die restlichen 2 Fotos gibt’s dann in den nächsten Tagen in meinem photoblog und auf flickr. Und die Baggerseen werde ich in nächster Zeit auch bestimmt noch einmal besuchen.
    It’s Weitwinkel-Time :)

    Heute will ich einmal kurz auf eine Aktion von Olaf Bathke aufmerksam machen.
    Da es auf Twitter etwas mühsam ist, sich gezielt zu einem bestimmten Thema zu vernetzen, hat Olaf auf seinem Blog dazu aufgerufen, sich als twitternder Fotograf in seine Liste einzutragen. Mittlerweile sind schon einige Einträge verzeichnet und es ist jetzt schon eine engere Vernetzung zu spüren.

    Also, ganz kurz: In die Liste eintragen, sich durch die Liste klicken und folgen, folgen, folgen.
    Viel Spaß! :)

    Foto: Seligpreisung

    27. November 2008

    Als ich heute mit meiner Kamera zu Fuß den Rückweg zum Hotel (bin auf Fortbildung) beschritt, hatte ich endlich mal wieder einen meiner fotografischen Momente, in denen es einfach so fließt. Es war ein Moment, in dem das Foto sozusagen zu mir kam, ohne dass ich mir großartig Gedanken machen musste. Ein Moment, in dem ich schon wusste: “Das wird gut!” – und nach wenigen Versuchen war es auch schon im Kasten:

    Am Rechner experimentierte ich dann zuerst mit verschiedenen Weißabgleichen und Farbsättigungen. Mit der Zeit stellte ich aber fest, dass Schwarz/Weiß hier wieder einmal die bessere Wahl war. So strahlt das Foto in meinen Augen viel mehr Ruhe und “Meditativität” aus.

    Beim Betrachten des fertigen Bildes kam mir dann das Album “Seligpreisung” von Popol Vuh in den Sinn – daher auch der evtl. etwas seltsam anmutende Bildtitel. Ich empfehle euch, das Foto in voller Größe (Rechtsklick->speichern) zu betrachten und dabei dem sechsten Titel des besagten Albums zu lauschen. Zumindest auf mich hatte es eine großartige Wirkung.

    Da ich das Lied leider nicht in voller Länge zum Anhören gefunden habe, um es hier zu verlinken, möchte ich euch 5 Gutscheine für diesen Track im iTunes-Store spendieren. Ich gehe einfach mal davon aus, dass jeder mit den Gutscheincodes umgehen kann ;)
    4M66HN3PXTTX
    JE49EWF7JWHW
    HTAYX49K6PHP
    A676TPYK7MLW
    T6KFHJ3HJK3R

    Es wäre nett, wenn jeder, der einen Gutschein verwendet, einen kurzen Kommentar hinterlässt. So kann ich dann den entsprechenden Code ausstreichen und niemand muss verzweifelt die Codes durchprobieren.

    So, und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Anhören und Betrachten!
    Und: Genießt den Winter!

    Vom 13. bis 15. November fand nun schon zum 7. Mal das Medienkunstlabor lab.30 im Augsburger Kulturhaus Abraxas statt, auf dem wir heuer am Samstagabend ein paar Stunden verbrachten. Geboten wurden uns an diesem Abend eine Ausstellung mit 18 Objekten und Installationen, die überwiegend im Gebäude verteilt waren. Außerdem fanden parallel noch ein paar Live-Performances bzw. Konzerte statt. Um sich mit allen Ausstellungsstücken und Aufführungen intensiv zu beschäftigen, war für uns die Zeit zu kurz. Doch auf ein paar Aspekte möchte ich hier kurz eingehen.

    Ausstellung

    Piu! Piu!
    Meine erste, wenn auch nicht ganz freiwillige, Berührung mit einer Installation war an diesem Tag “Piu! Piu!” von Andreas Gobell und Ulrich Siegmeier. Hierbei geht es um ein (grafisch einfaches) 3D-Computerspiel, das auf eine Leinwand projiziert wurde. Der Spieler, also ich, bekam einen Helm aufgesetzt, auf dem ein Wii-Controler befestigt war. Durch Neigen des Kopfes konnte man so durch auf einen zukommende Hindernisse navigieren. Einige Hindernisse konnten auch zerstört oder “geöffnet” werden, was durch ein lautes “Piu!” bzw. “Aaaahhh!” auszulösen war. Da das Ganze ja sozusagen in der Öffentlichkeit stattfand und man dabei wirklich sehr laut schreien musste, hatte ich ein etwas unangenehmes Gefühl dabei, was aber sicher auch beabsichtigt war. Im Endeffekt war es aber eine sehr interessante Erfahrung, Teil des Spiels zu sein und bedingt durch das laute Schreien Aufmerksamkeit von mir unbekannten Personen zu erhalten.

    Standard Time
    Diese Videoinstallation war auch sehr nett zu betrachten. Zu sehen war eine Aufzeichnung, auf der insgesamt 70 Arbeiter in Echtzeit aus Brettern 4 Meter hohe Ziffern bauen, die die aktuelle Uhrzeit darstellen. Einerseits hatte es etwas sehr Beruhigendes, wie locker leicht von einer Minute zur anderen die Bretter ummontiert wurden. Andererseits verspürte man aber auch immer wieder einen Zeitdruck und zweifelte daran, ob die nächste Uhrzeit auch rechtzeitig fertig werden würde. Diese Installation könnte ich mir auch sehr gut an einem öffentlichen Platz vorstellen, an dem man sich einfach mal die Zeit nehmen kann, den Mitwirkenden bei der Arbeit zuzusehen.

    Appeel
    Eine weitere interaktive Installation, die sich durch rege Publikumsbeteiligung auszeichnete war “Appeel” von TheGreenEyl. Anfangs war Appeel einfach nur eine Wand, die gleichmäßig mit blauen runden Aufklebern beklebt war. (Das Foto hier ist nicht vom Samstag. Deshalb orange!) Die Idee bestand nun darin, dass jeder Besucher an beliebigen Stellen Aufkleber abziehen und sie irgendwo auf der Welt wieder anbringen konnte.


    (thegreeneyl.com – some rights reserved cc-by-nc-nd)

    So entstanden einerseits (gewollte und zufällige) Muster aus weißen Flecken an der Wand und andererseits waren mit der Zeit auch an mehreren Stellen im Gebäude verschiedenste Muster aus den Stickern zu finden. In dem Beschreibungstext war zu lesen: “Appeel ist ein Virus, das sich durch interagierende Individuen verbreitet.” – Und ich muss sagen: “Es hat funktioniert.” Das Virus hat mit Sicherheit eine große Verbreitung gefunden, da auch einige Besucher die Sticker z.B. an Kleidungsstücken mit nach Hause trugen. Und es dürfte auch einige Zeit dauern, bis das Virus wieder aus dem Abraxas verschwunden ist. Einige Sticker werden wohl noch eine Weile unentdeckt bleiben.


    Konzerte/Performances

    Mark Polscher
    Als wir an diesem Abend das erste mal den Theatersaal betraten, kamen wir in einen abgedunkelten Raum, der von großer Aufmerksamkeit und atmosphärischen, kühlen Klängen erfüllt war. Es waren die letzten Sekunden der Uraufführung von “Anakoluth 3. Zone (and so they come)”, einem vierteiligen Werk von Mark Polscher. Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig darüber, mich nicht im Vorfeld intensiver mit dem Programm beschäftigt zu haben. Die Aufführung von Polscher hätte mich doch sehr in voller Länge interessiert.
    Schade drum. Kann man aber nicht mehr ändern. Nächster Teil:

    Modified Toy Orchestra
    Unser persönliches Highlight aber war der Auftritt von Modified Toy Orchestra (myspace). Das fünfköpfige Orchester aus Großbritannien lieferte einen Auftritt in einer Art, wie ich sie mir von Kraftwerk immer vorgestellt hatte. Vertieft in die eigene Musik werkelten sie an ihren Instrumenten. Diese bestanden allesamt aus umgebauten Kinderspielsachen wie Barbiepuppen, Geräuschcomputern, Spielzeuggitarren und -keyboards und anderen Spielsachen, die irgendwelche Geräusche von sich geben. Die Stücke hatten alle eine Art C64-Klangästhetik und bewegten sich teilweise im poppigen Bereich und wechselten sich mit eher experimentellen Noise/Glitch-Stücken ab.

    Es war ein sehr abwechslungsreiches Programm, das im Hintergrund von einer nicht zu verachtenden Videoperformance begleitet wurde. Den Abschluss der Auftrittes machte “Pocket Calculator“, was meinen Kraftwerk-Eindruck natürlich noch unterstützte. Im Anschluss kauften wir den sympathischen Jungs gleich noch ihr aktuelles Album ab, welches uns auf der Heimfahrt im Auto als Soundtrack diente.

    Sonic Wargame
    Die letzte Performance im Theater war eine Art “Kampf um das Gehör des Publikums“. Vier Teams traten gegeneinander an, sich Hörbarkeit zu verschaffen. Vor den Türen wurde an das wartende Publikum schon mal vorsichtshalber Gehörschutz verteilt, was auf mich einen etwas befremdlichen Eindruck machte. Schließlich gäbe es ja auch die Möglichkeit, die PA einfach ein wenig leiser zu drehen. Naja. Mit einigen Minuten Verspätung wurden wir ins Theater gelassen und nach einer kurzen Erklärung ging es dann auch schon los. Erst einmal stellte ich fest, dass der Gehörschutz nicht nötig war und versuchte, mich mit offenen Gehörgängen zu orientieren. Ich muss aber leider gestehen, dass mir nach der kurzen Einführung die Regeln nicht klar waren. Ich wusste nur, dass jedes Team versucht, hörbar zu sein, und dass die Teams sich gegenseitig wählen können. Auf einer Leinwand wurde auch versucht, das Ganze grafisch darzustellen. Aber wie gesagt: Ich hab’s leider nicht kapiert. Und somit verließen wir nach ca. 10 Minuten mit gemischten Gefühlen den Saal und schlossen den Abend für uns ab. Aber ich glaube, dass das Sonic Wargame durchaus eine interessante Sache war. Wenn man die Regeln verstanden hat, jedenfalls.

    Fazit:
    Das lab.30 war wieder einmal eine sehr inspirierende Veranstaltung von der ich viele interessante Eindrücke mit nach Hause genommen habe. Der Abend erweckte in mir wieder die Lust, etwas Neues auszuprobieren. In diesem Zusammenhang wurde ich am Sonntag von @derHoppe auf “Circuit Bending” aufmerksam gemacht. Und ich erinnerte mich daran, bei phu2 (twitter) einmal etwas über Pure Data gelesen zu haben. Beide Themen werden mich in nächster Zeit sicherlich mehr oder weniger beschäftigen. Außerdem freue ich mich schon auf das nächste Jahr im Abraxas. Vielleicht läuft man sich ja dann auch mal über den Weg.

    Der Herbst ist da

    16. Oktober 2008

    Die Überschrift ist sicherlich keine große Erkenntnis. Ein Blick aus dem Fenster, oder vielleicht sogar ein Spaziergang sagt einem sofort, dass die vorletzte Jahreszeit längst begonnen hat. Die Bäume bringen zur Zeit eine fantastische Farbenpracht in die Natur, welche sich ganz langsam aber doch stets fortschreitend von den Bäumen auf den Boden verlagert. Sprich: die Blätter fallen.
    Die zweite große Auffälligkeit an dieser Jahreszeit ist die um sich greifende Dunkelheit. Jeden Tag werden die hellen Stunden weniger und die Nächte werden immer länger. Das kann einerseits sehr deprimierend sein, aber man kann ja auch versuchen, das ganze positiv anzugehen :)

    Diese Woche war ich wieder einmal 5 Tage auf Fortbildung in Erlangen. Die Zeit vor dem Frühstück habe ich an den meisten Tagen mit einem kleinen Spaziergang verbracht. Am ersten Tag war ich ohne meine Kamera unterwegs, weil ich mir dachte: “Ist ja eh dunkel.” – Unterwegs fiel mir aber die grandiose (Licht-)Stimmung auf, die durch die Wegbeleuchtung und das Laub entstand. Also nahm ich am nächsten Tag doch meine D80 mit und versuchte, die Stimmung einzufangen. Die Schwierigkeit, dass ich kein Stativ dabei hatte, konnte ich mit ein paar Versuchen, einer ruhigen Hand, ISO800 und dem VR am Objektiv aber gut überwinden. Herausgekommen sind 2 Schwarz/Weiß-Fotos, die meiner Meinung nach die Atmosphäre sehr gut widerspiegeln.

    Herbstmorgen

    Und nein, ich finde die Ausführung in Schwarz/Weiß nicht fehlplatziert. Trotz der bunten Farben im Herbst transportiert gerade das Farblose für mich einen Großteil der Stimmung auf den Fotos.
    Die Ruhe vor dem Sonnenaufgang.
    Die immer kälteren Tage.
    Der Beginn des Rückzuges.
    Stille.

    Stationen

    Ich empfehle, die Fotos auch in meinem Photoblog (1, 2) anzusehen, da sie auf schwarzem Hintergrund viel besser zur Geltung kommen.

    Und somit wünsche ich Euch noch einen schönen Herbst. Genießt die tollen Tage! :)

    last.fm + wordle

    9. Oktober 2008

    Früher (in meiner Schulzeit) versuchte ich immer, meine Lieblingsbands und -künstler möglichst komplett und kunstvoll auf Papier zu bringen. Das Ergebnis war damals aber eher eine einfache Liste von Bands und sah ehrlich gesagt nicht besonders toll aus.

    Vor ca. einer Woche bin ich dann bei @dasistdasende (bzw. hier) auf etwas gestoßen, das mich gleich irgendwie an meine damaligen Auflistungen erinnerte. Nur war es diesmal online, stützte sich auf echte Hörgewohnheiten und sah einfach besser aus.

    Hier mal mein Ergebnis, basierend auf allen gescrobbelten Tracks, seit Anbeginn meiner last.fm Ära:

    Und so geht’s:

    Auf mastergiraffe.com einfach seinen last.fm-username eingeben, das Ergebnis bei wordle einfügen, ein bisschen an den Einstellungen rumschrauben, das Ergebnis bestaunen und sich über den eigenen Musikgeschmack wundern ;)

    So, und hiermit wäre meine Blogstarre auch gebrochen.
    Bin jetzt erleichtert, und, ähm,… es muss ja auch nicht immer etwas mit Fotos zu tun haben…

    Und jetzt viel Spaß mit last.fm und wordle!

    Vor ca. einem Monat hatte ich mich mit meinem Bruder verabredet, einmal wieder eine kleine, gemütliche Fototour zu veranstalten. Geplant war Samstag, der 7. Juni und wir hofften natürlich (wie immer) auf gutes Wetter.

    Als ich mich allerdings dann an diesem Tag auf den Weg zu meinem Bruder machte, versprach der Blick nach oben alles andere als Sonnenschein. Anfangs hingen nur dunkle Wolken am Himmel und während der Fahrt fing es dann auch noch an, wie aus Eimern zu schütten. In Gedanken hatten wir uns dann schon fast von der Fototour verabschiedet. Allerdings wollten wir beide an diesem Tag auch unbedingt Fotos machen und auf Innenaufnahmen (mit Blitz und meinem “neuen” Durchlichtschirm) hatten wir beide nicht so recht Lust. (Obwohl das auch schon länger auf dem Plan steht :) ) – Also warteten wir ein bisschen ab und entschlossen uns, sobald der Regen nachlässt, loszuziehen.

    Entwicklung

    Als es wenig später tatsächlich aufhörte zu regnen, schnappten wir uns schnell einen Regenschirm, zogen Regenjacken an und fuhren los in Richtung Lechfeld. Dort angekommen machten wir eine kleine Runde zu Fuß. Das Wetter hielt bis auf die feuchte Luft und ein paar Regentropfen erstaunlich trocken und zauberte uns eine einmalige Atmosphäre in die Landschaft, die bei schönem Wetter nie dagewesen wäre. Um das Ganze noch etwas interessanter zu gestalten, habe ich mich auf dieser Fototour bewusst auf mein 50mm/1.8 beschränkt, was ich jedem nur empfehlen kann (Beides. Das Objektiv und der bewusste Verzicht auf ein Zoom!) – Als wir später zuhause ankamen, haben wir beide beschlossen, dass das nicht das letzte Mal war, bei schlechtem Wetter auf Fototour zu gehen. Man geht zwar das Risiko ein, nass zu werden, aber wenn man für den Notfall eine wasserdichte Kameratasche dabei hat und man selber nicht aus Zucker ist, wird man dafür mit einer grandiosen Stimmung belohnt.

    Also Leute: Regenjacke angezogen, Kamera geschnappt, und raus mit Euch! ;-)

    Stille

    Links:
    Die Fotos meines Bruders von diesem Tag
    (Er hat das ganze auf die Kapitel von Aguirre bezogen)

    Meine Fotos
    (Sind “nur” 3 geworden, aber ich bin zufrieden damit)

    Comeback der Farben

    7. April 2008

    Ipf08
    [photoblog] - [flickr]

    Auch dieses Jahr an Ostern statteten wir dem Ipf wieder einen kurzen Besuch ab.
    Da mein Bruder diesmal nicht mitfuhr, lieh er mir wieder sein Offenbarungsobjektiv Sigma 10-20mm, welches mich wieder einmal absolut begeisterte. Das Foto oben wurde zwar an der oberen Grenze, mit 20mm, aufgenommen, aber ich hatte an diesem Tag auch sehr viel Spaß im Bereich knapp über 10mm :)

    Der Vormittag war von überraschend gutem Wetter gekennzeichnet, so dass ich die Gelegenheit genutzt habe, um meinen Wiedereinstieg in die Farbfotografie zu vollziehen. Die letzten Monate waren ja doch sehr von Schwarz/Weiß-Fotos dominiert… (was ich jetzt aber auch nicht bedauere :)

    Zum Foto: Zu sehen ist der Anstieg auf den Ipf von Bopfingen aus. Besonders gefallen haben mir die schneebedeckten Wege, die einen interessanten Kontrast zum grünen Boden und blauen Himmel ergeben. Auch ist daran gut der Weg zum “Gipfel” zu erkennen (der am Ende ganz schön steil wird :). Zuhause habe ich das Foto dann nur in Lightroom fertig “entwickelt”. Soll heißen: Kontrast erhöht, und die Sättigungen der Farbbereiche etwas optimiert. Fertig.

    Soviel mal zu meinem Comeback der Farben.

    Und es wird jetzt wohl nicht mehr lange dauern, bis ich mir ein eigenes 10-20mm kaufe. Das Teil macht einfach zu viel Spaß!

    Abschließen möchte ich diesen Beitrag nun mit einem Haiku meines Bruders, das sehr gut zum Foto passt (wenn er es nicht sogar extra dafür verfasst hat. Wer weiß?!)

    betretener Blick
    a u f · b e t r e t e n e · W e g e
    Osterschneetreiben

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